Dr. Hans-Geert Metzger: Konflikte zwischen Psychoanalyse und Gendertheorien – Väter und die neuen Formen der Elternschaft.

Vortrag bei der Tagung Männlichkeit, Elternschaft und Sexualität im Universitätszentrum Obergurgl der Universität Innsbruck vom 06. – 08. 03. 2015

1. Vaterbilder

Vaterschaft ist kein einheitliches Konstrukt mehr. Sie ist aufgeteilt in höchst unterschiedliche Vorstellungen. Auf der einen Seite des Spektrums steht der engagierte, an der Entwicklung seiner Kinder anteilnehmende Vater, auf der anderen Seite findet sich die Vorstellung, dass ein Vater für die Entwicklung eines Kindes nicht notwendig sei. Dazwischen gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Lösungen, z.B. Männer, die sich eine Vaterschaft für sich nicht vorstellen können, und Väter, die die Verantwortung für ihre Kinder ablehnen, ihre Bedeutung verleugnen oder ihre Rolle als Vater nicht einnehmen können, weil sie selbst noch so bedürftig und narzisstisch verletzbar sind.

Wenn auch das Patriarchat in seiner jahrhundertelangen Vorherrschaft manchmal wie zeitlos erschien, ist natürlich auch die männliche Entwicklung einem beständigen Veränderungsprozess ausgesetzt. Diese Veränderungen sind vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen zu sehen. Dazu gehören die Erfahrungen zweier Weltkriege, die Protest- und Emanzipationsbewegungen der Nachkriegszeit, die Globalisierung ökonomischer Prozesse und auf der psychischen Ebene die Dominanz narzisstischer Werte wie Selbstbezogenheit und Selbstdarstellung. Durch diese Prozesse hat sich die Bereitschaft, Abhängigkeiten einzugehen, verschoben. Bindung ermöglicht zwar eine intime, persönliche Beziehung, aber sie begrenzt eben auch. Sie schließt andere, insbesondere narzisstische Befriedigungen tendenziell aus. Deshalb ist Bindung vielfach zu einem negativ besetzten Wert geworden. Die Veränderung der Väterlichkeit befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen Bindung und Vermeidung, zwischen Verantwortung und Selbstbezogenheit.

- Zu einem traditionellen Verständnis der Vaterschaft gehören Begrenzung und Strukturierung. Aber Begrenzung scheint nicht zu dem derzeit favorisierten partnerschaftlichen Vaterbild zu passen. Grenzen werden schnell mit Macht und Distanz in Verbindung gebracht und gelten als veraltete Werte. Im psychoanalytischen Verständnis dagegen stehen Begrenzung und Strukturierung für grundlegende Prozesse der psychischen Entwicklung. Der Vater kommt als Dritter zu der frühkindlichen Beziehung zwischen Mutter und Kind hinzu und fördert den Prozess der Lösung aus der Symbiose. In die von Omnipotenzfantasien geprägte frühkindliche Welt wird die Begrenzung in der Form von Realität, Sozialität und Triangulierung eingeführt. Durch die Entwicklung der Sprache werden gesellschaftlich geteilte Bedeutungen weitergegeben. Die Aneignung des Körpers und die Entscheidung für ein Geschlecht tragen zur Entwicklung der Identität bei. Frühkindliche destruktive Fantasien werden gerade durch die spielerische Auseinandersetzung mit dem Vater in eine sozial tolerable Form der Aggressivität transformiert. Väterlichkeit geht mit der Vorstellung des Schutzes und mit einer positiven Form der Autorität einher.

Natürlich ist das Verständnis von Vaterschaft nicht bei diesen Vorstellungen stehen geblieben. Die Veränderung der Vaterschaft hat zu einer eindrucksvollen Entwicklung geführt. Väter engagieren sich zunehmend in der Familie, sie beteiligen sich partnerschaftlich und wechseln sich mit ihrer Frau in der Versorgung und Betreuung der Kinder ab. Dadurch kann sich ein flexibles Spiel entwickeln, in dem das Kind gefördert, aber eben auch gefordert wird (vgl. Metzger 2006). Die väterliche Struktur bleibt dabei tendenziell erhalten, wenn auch nicht in der dichotomen Einseitigkeit, in der sie ursprünglich dargestellt wurde. Der Vater kann eine große Vertrautheit mit seinem Kind entwickeln, auch wenn er doch in der Regel ein Stück weiter entfernt als die Mutter bleibt und dem Kind entschiedener die Erfahrung notwendiger Begrenzung vermittelt.

- In deutlichem Kontrast zu diesem Konzept werden Begrenzung und Strukturierung in sehr unterschiedlichen sozialen Bereichen, in der ökonomischen Globalisierung wie auch in persönlichen Beziehungen als hemmend empfunden. Vaterschaft findet seit einigen Jahren in einer Kultur statt, die durch die Ideologie einer unbegrenzten Verfügbarkeit geprägt ist.

Diese Kultur ist durch das Ausleben von Omnipotenzfantasien und die Manipulation von Grenzen gekennzeichnet. Sie ist eng verbunden mit der ungebremsten Faszination am technischen Fortschritt. Entgrenzung wird als gesellschaftlicher Fortschritt angesehen. Bindungsprozesse erscheinen hinderlich und verlieren an Bedeutung.

Allseits verfügbar sollen dabei nicht nur Daten und Informationen sein. Übertragen auf zwischenmenschliche Beziehungen findet sich die Ideologie der unbegrenzten Verfügbarkeit in der Diskussion über sexuelle Identitäten und in der Reproduktionsmedizin. Das Verständnis der Familie ändert sich. Eingefrorene Eizellen, von der Beziehung isolierte männliche Samen und das Ausnutzen unterprivilegierter Frauen als Leihmütter führen dazu, dass eine ursprünglich libidinöse und intime Begegnung technisiert und medizinalisiert wird. In diese Formen der Reproduktion ist meist ein realer, aber emotional unbeteiligter Dritter einbezogen.

Vaterschaft wird in den neuen Formen der Familie zunehmend anonymisiert und marginalisiert. Die konkrete Abwesenheit des Vaters korrespondiert mit der sinkenden gesellschaftlichen Wertschätzung für Väterlichkeit. Biologische, psychische und soziale Strukturen erscheinen nur noch einengend. Die ideologische Begründung für diese Wahrnehmung hat ein Teil der Gendertheorie (Zu den Begriffen: Gendertheorie, gender studies und gender mainstream vgl. Hirschauer 2014. Der Autor kritisiert insbesondere, dass die Gendertheorie derzeit von einem Feminismus dominiert ist, der eher Politik als Forschung betreibt) übernommen. Wie ein roter Faden ziehen sich Begriffe wie Macht, Norm, Enge und Zwang durch deren Schriften. Sie werden als ein Synonym für Heterosexualität verwendet und führen unter dem Stichwort der sexuellen Vielfalt zu einem radikalen Angriff. Es geht einigen Autoren darum, „Heterosexualität, Generativität und Kernfamilie zu ‚entnaturalisieren‘“ (Sielert 2001, 18) und die Menschen von dem „Zwang“ zu befreien, „sich überhaupt als Junge oder Mädchen, Mann oder Frau definieren zu müssen“ (ebd. 23).

Es müssen schwerwiegende Gründe sein, die einen Autor zu solchen Aussagen verleiten. Für die meisten Menschen ist es von grundlegender Bedeutung, eine klare sexuelle Identität zu entwickeln. Gerade die Erfahrungen im klinischen Bereich machen das Leiden der Menschen deutlich, denen eine solche Identitätsbildung nicht gelungen ist. Darum aber geht es dem Autor nicht. Er sieht in der Heterosexualität ein klares Feindbild. Indem die Generativität entnaturalisiert werden soll, möchte Sielert offenbar die reproduktionsmedizinisch gezeugten, vom Zwang befreiten Kinder als neue Vorbilder der Identität darstellen.

Bei diesen Vorstellungen von „Befreiung“ geht es nicht um akademische Übungen, sondern durchaus um handfeste Interessenspolitik. Die Anleitungen gendertheoretisch orientierter Sexualpädagogen sind mittlerweile von Bildungspolitikern aufgegriffen worden. In Übungen in der Schule sollen die Schüler dazu aufgefordert werden, sich mit allen Formen der Sexualität, am wenigsten aber mit der Heterosexualität auseinanderzusetzen. Unter dem Aspekt der Vielfalt sollen Schüler darüber nachdenken, wo „der Penis sonst noch stecken“ könnte (Tuider et.al. 2012, S. 39). Zehnjährige Schüler sollen im Unterricht über ihre „Lieblingsstellung/ Lieblingssexualpraktik“ diskutieren, ab zwölf Jahren über „Sexualität während der Menstruation“ sprechen oder ab fünfzehn Jahren einen „Puff für alle“ planen (Tuider et.al. 2012; vgl. auch Schmelcher 2014). In einer weiteren Anleitung sollen Schüler Gegenstände auswählen, die für sie zur Sexualität dazu gehören. Dabei werden u.a. Handschellen, Vibrator, Reizwäsche, Herren-Tanga, Lederpeitsche oder Taschenmuschi angeboten (a.a.O., S. 81).

Es fällt schwer, solche Vorschläge als pädagogisch altersangemessen zu verstehen. Alle diese Vorschläge sind übergriffig. Sie lassen den Jugendlichen keinen Raum, ihre Sexualität selbst zu erkunden. Sie drängen den Jugendlichen ein Verständnis von Sexualität auf, das mit Liebe und Intimität wenig zu tun hat. Sie missachten Grenzen und wollen Jugendliche im Sinne der Gendertheorie instrumentalisieren.

Offensichtlich geht es einigen Autoren keineswegs nur um die in der Öffentlichkeit betonte Vielfalt. Es fehlt eine Toleranz und Akzeptanz gegenüber der Heterosexualität und die Bereitschaft, Jugendliche ihren Weg selbst finden zu lassen. Der Kampf gegen „Heteronormativität“ - ein in diesem Kontext gern verwendetes Schimpfwort -, und gegen Generationenschranken führt auch zu einem Agieren, gegen das eine väterlich verstandene Begrenzung gerade schützen könnte.

2. Neue Formen der Elternschaft und der Ausschluss des Dritten

Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff hat vor einiger Zeit eine Rede gehalten, die sie „Von der Machbarkeit. Die wissenschaftliche Bestimmung über Geburt und Tod“ genannt hat (2014).

In dieser Rede hat sie emotional und in einer sehr persönlich gehaltenen Wortwahl ihre Abneigung, ja ihren Abscheu gegenüber den neuen Reproduktionstechniken und insbesondere gegenüber anonymen Samenspenden und Leihmutterschaften zum Ausdruck gebracht.

Die Technisierung und Aufteilung von Zeugung, Schwangerschaft und Geburt lehnt sie ab. „Grotesk“ kommen ihr die Fälle vor, „in denen sich Frauen Spermien aus einem Katalog verschaffen, worin die Rasse und gewisse körperliche Merkmale und soziale Eigenschaften des anonymen Samenspenders verzeichnet sind“. Sie sieht in dieser Manipulation eine „Selbstermächtigung der Frauen“, die ihr „zutiefst suspekt“ ist. „Im Grunde liegt solchen Machinationen die Vorstellung zugrunde, Männer seien verzichtbar, oder ihr Einfluss sei auf das Notwendigste zu reduzieren, eben auf ihren Samen“.

Sieht Lewitscharoff in der anonymen Samenspende insbesondere die Auflösung der Vaterschaft, so kritisiert sie an der Leihmutterschaft die Fragmentierung der Mutterschaft, die die Entwicklung der pränatalen Bindung zwischen Mutter und Kind verhindert. „Absolut grauenerregend ist auch die Praxis, ein Kind durch eine Leihmutter austragen zu lassen“. Sie kritisiert die Ausnutzung der Frauen aus meist armen Ländern. Angesichts dieser Praktiken kommt sie zu dem Vergleich mit den Kopulationsheimen, „welche die Nationalsozialisten einst eingerichtet haben, um blonde Frauen mit dem Samen von blonden blauäugigen SS-Männern zu versorgen,…“ Mit diesem Vergleich und mit dem Begriff des Halbwesens für Kinder, die durch eine Samenspende entstanden sind, hatte Lewitscharoff viele Kulturjournalisten gegen sich aufgebracht und heftige Kritik auf sich gezogen, ohne dass ihre inhaltlichen Einwände noch eine Rolle gespielt hätte. „Hören Sie nicht auf Frau Doktor Frankenstein“, betitelte eine Journalistin ihre Empörung (Kegel 2014).

Lewitscharoff ist übrigens mit ihrem Vergleich zur Reproduktionsmedizin nicht alleine. Ganz unbehelligt von der Öffentlichkeit sieht Christina von Braun einen ähnlichen Zusammenhang: „Bei den Nationalsozialisten führte der Staat die’Selektion‘ durch. Der heutige Ausleseprozess ist freiwillig; er verdankt sich der Präimplantationsdiagnostik. Doch das Resultat ist ähnlich: Es kommt einer modernen Form von politischer Eugenik gleich“ (2014, 407).

Die Reproduktionsmedizin hat sich längst von der Hilfe für einzelne Frauen, die sich ihren Kinderwunsch nicht auf einem anderen Weg erfüllen können, zu einem globalen Markt entwickelt.

Es ist „ein schnell expandierender Kinderwunsch-Tourismus in Gang gekommen: Wer im eigenen Land auf Hindernisse stößt, kann anderswo günstige Voraussetzungen finden. Globalisierung wird zur Chance für diejenigen, die ihren Kinderwunsch auf keinen Fall aufgeben wollen. Der Kinderwunsch ist so zum internationalen Geschäft mit hohen Zuwachsraten, charakteristischen Routen und Zielorten geworden. Weltweit bilden sich Zentren heraus, die auf bestimmte Behandlungswünsche und Kunden spezialisiert sind…“ (Beck-Gernsheim 2014). Aus dem Kind ist ein rational geplantes Projekt mit zahlreichen Beteiligten geworden: „Zunächst die Wunscheltern; dann Samenspender, Eispenderinnen, Leihmütter; dann Ärzte, Klinikpersonal, Finanzgeber und Unternehmer“ (a.a.O.).

Angesichts dieser Entwicklung fragt man sich doch bei der ablehnenden Reaktion auf Lewitscharoff, ob eine notwendige gesellschaftliche Diskussion unterdrückt werden soll. Die Auflösung traditioneller Familienformen und die damit einhergehende Veränderung von Zeugung, Schwangerschaft und Geburt werden oft als selbstverständlich dargestellt. Wer daran Zweifel oder Kritik äußert, gilt als hoffnungslos rückständig.

Bei der Vorstellung einer Samenspende (Mit dem Urteil vom Januar 2015 hat der BGH die Rechte der Kinder auf eine Kenntnis ihres Vaters gestärkt. So angemessen dieses Urteil auch ist, wird es doch in der Regel nicht möglich sein, mit dem Vater eine Beziehung aufzunehmen, die über eine oberflächliche Kenntnis hinausgeht. Für das Kind bleibt die Kränkung, das es eines unter vielen ist, das der Vater nicht aus Liebe, sondern aus ökonomischem Interesse gezeugt hat) soll es keine Irritation mehr geben, eine Leihmutterschaft soll kein Unbehagen auslösen. Man könnte auch vermuten, dass diejenigen, die die neuen Formen der Elternschaft für selbstverständlich halten, sich gegenüber jedem Zweifel oder Schuldgefühl verschließen wollen.

Wegen dieser Verweigerung ist es eben auch schwierig, über die inneren Bilder der Frauen zu sprechen, die sich in einem Katalog einen Samenspender aussuchen. Es kann auch oft nicht über die Fragen der Kinder gesprochen werden, die etwas von ihrem Vater erfahren wollen. Manchen Spenderkindern aber fehlt die essentielle Erfahrung mit ihrem Vater, ihnen fehlt tatsächlich eine Hälfte ihrer Eltern. In der beschönigenden Beschreibung der drei Mutterschaften – der biologischen, der austragenden und der sozialen Mutter – fehlt z.B. die Unsicherheit, welche Anteile das Kind in sich trägt und was es bis zu seiner Geburt und bis zur Übernahme durch die soziale Mutter erlebt hat.

Diese Reproduktionsprozesse sind durch den Ausschluss des Dritten, des biologischen Vaters oder der biologischen Mutter geprägt. Dieser Elternteil ist in der Regel psychisch nicht erfahrbar.

Er bleibt, auch wenn er nicht mehr anonym ist, letztlich unbekannt, weil es wohl nur in Ausnahmefällen möglich ist, zu ihm eine intensive Beziehung aufzunehmen. Nicht umsonst haben die homosexuellen Eltern das andere Geschlecht aus dem Zeugungsprozess ausgeschlossen. Bewusst haben sie es abgelehnt. Inwieweit aufgrund einer unbewussten Dynamik Heterosexualität vermieden wird, aber psychisch durchaus repräsentiert ist, bleibt eine interessante Frage.

Für die Eltern wie auch für die Kinder bleibt eine Lücke. Der ausgeschlossene Dritte ist in der Fantasie zwar immer anwesend, aber er bleibt ein abstraktes Wissen, eine Leerstelle. Die Mutter kann zwar im Katalog die Merkmale der Samenspender studieren, sie kann ihn zB nach besonderen Eigenschaften auswählen. Aber die Lücke bleibt. So wird die Mutter in ihren Fantasien auf ihre inneren Objektbeziehungen zurückgreifen und Ähnlichkeiten oder Verbindungen suchen, an die sie innerlich anknüpfen kann.

Psychoanalytisch gesehen laden diese Reproduktionsprozesse geradezu zu der Aktivierung primärprozesshafter Wünsche und Ängste ein, die aus inneren Bildern stammen. Sie können dem Kind projektiv angetragen werden. Das Kind empfängt rätselhafte Botschaften über die realen und fantasierten Dritten. Weil der intime Kontakt zu dem ausgegrenzten Elternteil fehlt, ist eine sekundärprozesshafte Überarbeitung dieser Wünsche umso schwerer.

Im Verlauf einer Kindertherapie ihrer 13-jährigen Tochter fiel der Mutter ein, wie sie bei der Auswahl des Samenspenders auf ganz konkrete körperliche Eigenschaften geachtet hatte und es wurde ihr plötzlich deutlich, dass es letztlich Eigenschaften waren, die sie an ihren eigenen Vater erinnerten und dass sie ihn unbewusst gesucht hatte. Mit der Tochter aber konnte sie ihre Fantasien nicht teilen, sie musste sie geheim halten. Die Tochter litt an einem Gefühl von Haltlosigkeit und an fehlender Rückendeckung, an einem Mangel an Sicherheit (vgl. Patsalides 2006).

Bei der Leihmutterschaft ist die biologische Mutter in der Regel bekannt. Die intrauterine Entwicklung der Beziehung findet mit einer Frau statt, die an dem Kind persönlich nicht interessiert ist. Die psychische Erforschung der pränatalen Zeit hat in den letzten Jahren eindrucksvolle Ergebnisse über die taktile und auditive Beziehungsaufnahme zwischen den Eltern, auch dem Vater, und dem Fötus ergeben. Die Erfahrungen des Fötus, der von einer Leihmutter ausgetragen wurde, bleiben aber unbekannt. Hat sich die Leihmutter ihm gegenüber liebevoll, gleichgültig oder gar feindselig eingestellt? Die Beziehung beginnt in den Tagen nach der Geburt. Was zuvor passierte, bleibt eine Leerstelle.

Wie im Falle der Samenspende bleibt auch bei der Leihmutterschaft eine basale Fremdheit bestehen. Am Beginn des Lebens steht eine medizinische Manipulation. Es ist für die Eltern wie auch für das Kind ein hoher Anspruch, mit dieser Konstellation umzugehen.

Es ist einerseits nötig, die Manipulation so weit wie möglich in eine Beziehung aufzulösen und mit dem Kind eine schlüssige Geschichte über Biologie, Ausschluss und den Umgang mit Grenzen zu entwickeln, die ihm die Konstellation zugänglich macht. Andererseits bleibt die Fremdheit über den ausgeschlossenen biologischen Elternteil unauflöslich, so dass sowohl die Eltern wie auch das Kind diese Konstellation ertragen müssen. Der fehlende Vater und die fehlende Mutter sind vorhanden. Der homosexuelle Partner kann gegengeschlechtliche Eigenschaften annehmen, aber es ist eine Illusion, die gegengeschlechtliche Leerstelle „etwa im Geruch oder im Aussehen“ ausgleichen zu wollen (Marx 2014). Es erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, die Anerkennung des Dritten und zugleich dessen Ausschluss für das Kind psychisch zuzulassen. Es erfordert auch Reife, die Fantasien über den Dritten und über seine letztlich unbekannten Eigenschaften in der komplexen familiären Beziehungskonstellation angemessen zuzuordnen (Die Anforderung, mit dieser komplexen Konstellation umzugehen, scheint vielfach unterschätzt zu werden. Zumindest drängt sich dieser Eindruck in verschiedenen klinischen Erfahrungen auf).

Gendertheoretiker sind mit der Forderung nach Gleichheit, nach Gleichwertigkeit in die Öffentlichkeit getreten. Sie kämpfen gegen Macht und Diskriminierung. Die Ausdehnung der Elternschaft hat für sie eine befreiende Qualität. Aber sie werden sich auch zunehmend der Konfliktdynamik stellen müssen, die in diesen Arten der Elternschaft angelegt ist. Dazu gehört auch die Frage, ob Grenzen immer eine Unterdrückung darstellen, bzw. welche Formen der Begrenzung vorstellbar sind und wie diese vertreten werden sollen. Der Unwille und die aggressive Reaktion auf Kritik an dem Ausschluss des Dritten, wie sie nicht nur von Lewitscharoff formuliert wurde, lassen an der Bereitschaft zu einem selbstreflexiven Umgang und zu einem offenen Dialog zweifeln. Ohne diesen Dialog aber bliebe die manipulative Basis der medizinischen Reproduktion unberührt.

3. Die Machtfrage – eine zentrale Kategorie der Gendertheorie

Die Ausdehnung der Elternschaften geht auch mit einer Erweiterung des Verständnisses der Geschlechtsrollen einher. Die ideologische Absicherung eines neuen Konzepts der Gleichartigkeit vertritt die Gendertheorie. Einige Vertreter der Gendertheorie wollen die Zweigeschlechtlichkeit auflösen, weil die Heterosexualität als ein normierender gesellschaftlicher Faktor angesehen wird. Die Heterosexualität stellt in dieser Sichtweise eine hierarchische Ordnung dar, mit der Macht ausgeübt wird. Im Zentrum der Macht steht, in Anlehnung an Foucault, die Sprache: Diskurse beschreiben nicht nur, sondern sie definieren. Sie legen fest, wer als krank, wahnsinnig oder abnorm gilt oder was als Wahrheit oder Irrtum zu begreifen ist. Die Ordnung der Dinge ist sprachlich erzeugt, also konstruiert. Sie herrscht durch Exklusion, durch Ausgrenzung und Unterdrückung des Anderen.

Auch nach Jahrzehnten der Frauenbewegung bleibt die männliche Macht der zentrale Bezugspunkt der Gendertheorie. „Denn solange es Unterschiede in der gesellschaftlichen Machtverteilung von Männern und Frauen gibt, ist die Rede von der Differenz unausweichlich an ein hierarchisches Geschlechterverhältnis geknüpft“ (Quindeau 2014b, 41f).

Das Gegenmodell zur Heterosexualität hat Judith Butler formuliert. Es führt im Sinne einer Befreiung zur Auflösung jeglicher Bedeutung der Differenz und damit zu einer neuen Bewertung der Sexualität. In ihrem Buch „Das Unbehagen der Geschlechter“ (1991) vertritt sie die These, körperliche Gestalt werde gesellschaftlich konstruiert. Die Kategorien männlich und weiblich seien keine natürlichen Größen, sondern Produkte von Sprechakten, indem z.B. einem Kind gesagt werde, er sei ein Junge.

Quindeau versucht, die Psychoanalyse gendertheoretisch zu verändern: „Im Bereich des Sexuellen, in dem der Körper eine zentrale Rolle spielt, werden kulturelle Unterschiede oft für naturbedingt gehalten. Was es jeweils bedeutet, einen Penis oder eine Vagina zu haben, wird jedoch kulturell festgelegt. Die anatomische Differenz zwischen Vagina und Penis wird entsprechend überlagert von kulturellen Vorstellungen. Für eine psychologische Theorie ist es daher wichtig, kulturelle Unterschiede nicht zu ontologisieren und nicht eine naturhafte geschlechtsspezifische Sexualität zu postulieren … Die Erregbarkeit von Vagina und Penis verdankt sich weniger dem Organ selbst als vielmehr ihrer Funktion als Projektionsfläche …“ (Quindeau 2014a, 86).

Bemerkenswert an dieser Aussage erscheint mir insbesondere, dass Natur und Kultur einander gegenübergestellt werden. Sie werden in ihrem entwicklungspsychologischen Einfluss gewichtet und ganz im Sinne der Gendertheorie wird die kulturelle Zuschreibung für entscheidend für die Entwicklung der Geschlechtsidentität gehalten. Bisher ist die psychoanalytische Entwicklungspsychologie davon ausgegangen, dass das Kind sich seinen sexuellen Körper im Verlauf der Sozialisation psychisch aneignen muss, um eine stimmige Geschlechtsidentität zu entwickeln. Dieser Aneignungsprozess ist aber ein dialektischer Vorgang, der Natur und Kultur einschließt (vgl. Dammasch 2014). Die Dialektik wird aufgelöst, wenn der Körper negiert wird. An ihre Stelle tritt eine einseitige ideologische Festlegung. Und es ist eine Entwertung der meisten Psychoanalytiker, wenn ihnen unterstellt wird, sie würden einer naturhaften Vorstellung von Sexualität aufsitzen, wenn sie die anatomischen Gegebenheiten als einen essentiellen Faktor im Sozialisationsprozess berücksichtigen (Quindeau 2014a, 86) (In klinischen psychoanalytischen Diskussionen wird in der Regel ein differenziertes Bild erarbeitet, in dem es möglich ist, „die durch Erfahrung geschulte Wahrnehmung von eigenen und fremden Gefühlen, die Fähigkeit, auch Neues jenseits des Gelernten zu entdecken“ (Staehle 2014, 160). Wer einen Patienten ideologisch unvoreingenommen, also psychoanalytisch untersucht und behandelt, wird auch zu seiner geschlechtlichen Identität kommen und, wenn diese als konflikthaft empfunden wird, deren unbewusste Grundlage erarbeiten. Der Analytiker wird diese Identität analysieren und zugleich respektieren. Er wird dabei auch feststellen, dass diese Identität oft nicht für sich alleine steht, sondern in einem komplexen Zusammenhang auch als ein Symptom zu verstehen ist, um eine diffusere Unsicherheit in eine stabilisierende Form zu bringen. Welche Schlüsse der Patient aus dieser Arbeit zieht, bleibt, wie in anderen Konfliktbereichen auch, doch letztlich ihm überlassen).

Zu der Aneignung des Körpers gehört eben auch, dass die biologische Basis – Penis und Vagina – gemäß ihrer anatomischen Form symbolisiert wird. Das schließt natürlich nicht aus, dass sich die Bisexualität im Umgang der Geschlechter entfalten kann, indem Aktivität und Passivität spielerisch und lustvoll miteinander abwechseln können. Allerdings sollte ein klares Identitätsgefühl vorhanden sein, das mit dem sexuellen Körper übereinstimmt.

Diese Annahme aber wird infrage gestellt, wenn der kulturellen Erwartung das Übergewicht zugeschrieben wird. Aus klinischen Fällen ist bekannt, zu welcher Identitätsdiffusion es führen kann, wenn einem Kind von den Eltern unbewusst aufgedrängt wird, es solle eigentlich das andere, nicht das biologische Geschlecht darstellen. Oder wenn ein Junge aus einer unsicheren Identität heraus eine übertrieben phallisch-narzisstische Abwehrhaltung einnimmt. Solche Fälle sind allerdings ein Hinweis darauf, dass eine Zuschreibung aufgrund eines neurotischen Bedürfnis der Eltern vorgenommen wurde und das Kind sich aus der Not heraus, psychisch zu überleben, angepasst hat und es deshalb seinen Körper nur verzerrt symbolisieren konnte.

Ich hatte zu Beginn meines Textes darauf hingewiesen, dass Lewitscharoff an dem gesellschaftlichen Umgang mit Samenspenden insbesondere die Auflösung der Vaterschaft kritisiert hatte. Einige Gendertheoretikerinnen sehen die Vaterschaft in unmittelbarem Zusammenhang mit der Machtausübung der Heterosexualität. Die Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun führt Jaques Lacan als den für sie gültigen Repräsentanten der psychoanalytischen Vatertheorie an und sieht in seinem Begriff vom Gesetz des Vaters einen Beleg für dessen gesellschaftliche Macht (2014, 398f).

In der Vatertheorie von Lacan wird der symbolische Vater in der Tat als eine gesellschaftliche Repräsentanz der Väterlichkeit verstanden. Das Kind findet durch den Vater, der zwischen die frühe, weitgehend unabgegrenzte Verbindung von Mutter und Kind tritt, einen Zugang zur symbolischen Welt. Insbesondere durch die Einführung der Sprache wird eine erste triangulierende Trennung von der präverbalen Welt vorgenommen. Die Sprache stellt einen gemeinsam geteilten Bedeutungsraum dar. Würde das Kind keinen Zugang zu dieser Welt finden, so würde es wohl in einer weitgehend unstrukturierten vorsprachlichen Welt verharren.

Das Gesetz des Vaters führt in Lacans Sinn zu der Trennung aus dem vorsprachlichen Kosmos und zu der Einführung in die symbolische Welt. Damit der Vater in diese Ordnung einführen kann, muss er sich übrigens – ganz im Gegensatz zu der Vorstellung der Autorin - selbst dem Gesetz unterwerfen, dem Gesetz der Sprache, der Begrenzung und der Akzeptanz der Geschlechtsdifferenz (vgl. Borens 2006, 92). Nur wenn er das Gesetz missachten würde, wäre er der tyrannische Herrscher, der narzisstische Patriarch, den von Braun als den einzig vorstellbaren Vater sieht.

Von diesem theoretischen Kurzschluss aus ist es nur ein kleiner Schritt bis zu der Idee, dass durch die neuen Formen der Elternschaft insbesondere die Macht des Vaters aufgelöst werden soll. Deswegen versteht von Braun auch den öffentlichen Widerstand gegen die Homo-Ehe nur als einen Versuch der Männer zur Erhaltung ihrer väterlichen Macht (2014, 412).

Auch die Medienwissenschaftlerin Miriam Meckel kann sich Väter nur als Unterdrücker vorstellen: „Wenn Männer von ihren Frauen ein monogames Leben verlangen, damit sie ihrer Vaterschaft sicher sein können, dann sind das Machtfragen. Mit dem Sinn der Ehe hat das nichts zu tun. Wir haben ja früher vom Hafen der Ehe gesprochen. Heute ist sie eher ein temporärer Umschlagplatz für Liebes- und Erotikgüter. Irgendwann legt der Kahn ab und fährt woanders hin. Das ist die realistische Beschreibung der Ehe in einer Welt, in der alle immer älter werden, länger leben, mehr vom Leben haben wollen“ (2013,44).

Wenn die Macht in männlichen, väterlichen Strukturen verortet wird, ist es nur logisch, wenn deren Auflösung als eine Form der Befreiung angesehen wird. Allerdings scheint das Vaterbild zur Zeit der Herrschaft des Patriarchats stehen geblieben zu sein. Ein verengtes Bild von Heterosexualität und Vaterschaft wird zur Allgemeingültigkeit erhoben. Das Vaterbild erscheint nur als negativ. Es gibt keine Spur von dem differenzierten Vaterbild, das in der Psychoanalyse in den letzten Jahren herausgearbeitet wurde (vgl. Metzger 2013, 127ff). Diese negative Sichtweise gilt auch für die heterosexuelle Paarbeziehung. Reimut Reiche geht davon aus, dass sich manche Autorinnen von dem Bild eines „bösen elterlichen Koitus“ verfolgt fühlen und ihre Theoriebildung auch auf solchen Annahmen fußt (1997, 950).

Es geht einigen Autorinnen nicht um Heterosexualität an sich, sondern um heterosexuelle Männer. Es geht um die Veränderung von Strukturen, die mit dem Penis und mit dem Phallus assoziiert sind. Während Sielert die Heterosexualität „entnaturalisieren“ möchte (2001, 18), geht es von Braun um die Auflösung gesellschaftlicher Strukturen, die mit phallisch-symbolischer Macht in Verbindung gebracht werden: „Der Phallus verlieh dem Penis seine Bedeutung. Deshalb wären wir heute, glaube ich, gut beraten, auf den Begriff Phallus zu verzichten: Ob wir es wollen oder nicht, er wird immer eine essentialisierende Bedeutung transportieren“ (2014, 414).

Dieser Satz trägt die ganze Ideologie, die feministischer Kritik häufig anhaftet, in sich. Was als zu störend empfunden wird, soll weg. Die negative Vorstellung des Phallus wird verallgemeinert. Es gibt keine Differenzierung zwischen dem Missbrauch von Macht und dem berechtigten Stolz auf ein Können, auf ein Wissen, auf eine gelungene Aktivität, wofür metaphorisch der Phallus stehen kann. Und es lässt sich nun doch vermuten, dass hinter dem wissenschaftlichen Auftritt ein Affekt ausagiert wird, der zu solchen Argumentationen führt.

Warum wohl geht von Braun davon aus, dass der Begriff des Phallus eine essentielle Bedeutung in sich trägt? Aus der psychoanalytischen Entwicklungspsychologie wissen wir, dass ein Kind seinen Körper und damit auch seine Genitalien symbolisieren muss. Dazu gehören eben auch Assoziationen von phallischer Größe, genauso wie die Vagina mit Vorstellungen von Innenräumen in Verbindung gebracht wird. Ein solches Denken wird man den Kindern – und den späteren Erwachsenen – nicht austreiben können. Wiederum sieht die Autorin den Missbrauch als den Normalfall an und kann sich keinen produktiven Entwicklungsprozess vorstellen. Diese verkürzte Sichtweise scheint für manche Gendertheoretikerinnen charakteristisch zu sein. Auch wenn der Phallus längst seine patriarchale Größe verloren hat, erscheint er einigen Autorinnen immer noch als zu sichtbar, als zu herausragend. Solche Formen der Kritik gehen weit über die Forderung nach formaler Gleichheit oder nach Vielfalt hinaus, mit denen die Gendertheorie in der Öffentlichkeit in Verbindung gebracht werden soll. Manche Autorinnen wollen nicht nur Macht auflösen, sondern sie sind durch die Nivellierung geschlechtlicher Differenz und die Entwertung des Phallischen im Begriff, ihrerseits Machtpositionen zu entwickeln und neue Ordnungsvorstellungen einzuführen.

Trotz aller Einseitigkeit ist es auch ein Verdienst der Gendertheorie, die männliche Aggressivität in aller Radikalität zur Sprache zu bringen. Auch wenn man deren Folgerungen nicht teilt, bleibt doch festzuhalten, dass die männliche Aggressivität ein wesentliches Hindernis auf dem Weg zu einer libidinösen, intimen Beziehung darstellt. Viele Männer haben derzeit Schwierigkeiten, ein angemessenes Maß an Selbstbewusstsein zwischen einem defensiv geprägten Rückzug und einer übertriebenen phallischen Demonstration zu finden. In beiden Haltungen bleibt die Aggressivität unzureichend bearbeitet und sucht sich destruktive Wege zum Ausagieren. Möglicherweise gilt das auch für einige Väter, die betont partnerschaftlich sein wollen. Eine partnerschaftliche Haltung setzt gerade voraus, dass die Macht- und Kontrollbedürfnisse der Männer in eine libidinöse Beziehung integriert werden. Das ist nicht so unmöglich, wie einige Gendertheoretikerinnen unterstellen. Aber es erfordert eine mutige, selbstbewusste Haltung der Männer, auch angesichts der Kritik mancher Gendertheoretikerinnen, ihre Phallizität als eine positive Kraft in eine libidinöse Beziehung einzubringen.

Literatur:

Beck-Gernsheim, E. (2014) – Die neuen Weltbürger. FAZ, 5. 8. 2014

von Braun, C. (2014) – Blutslinien – Wahlverwandtschaften. Genealogien aus psychoanalytischer und kulturhistorischer Sicht. Psyche – Z Psychoanal 68, 2014, 393-418

Butler, J. (1991) – Das Unbehagen der Geschlechter. Frankfurt, Suhrkamp

Hirschauer, S. (2014) – Wozu Gender Studies? Ein Forschungsfeld zwischen Feminismus und Kulturwissenschaft. http://www.forschung-und-lehre.de/wordpress/?p=17324#more-17324

Kegel, S. (2014) – Hören Sie nicht auf Frau Doktor Frankenstein. FAZ.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren

Lewitscharoff, S. (2014) Von der Machbarkeit. Die wissenschaftliche Bestimmung über Geburt und Tod. www.deutschlandfunk.de/dresdner-rede-von-der-Machbarkeit

Marx,R. (2014) – Adoption durch gleichgeschlechtliche Eltern. Versuch einer Annäherung an überflüssige und notwendige Problemfokussierungen. www.psychoanalyse-aktuell.de

Meckel, M. (2013) – Es geht nicht ums Theoriegeschwafel. FAS 19. 5. 2013

Metzger, H.-G.. (2006) –Das Erlebnis der Vaterschaft und die Angst vor der frühen Kindheit. In: Dammasch, F./Metzger, H.-G.. (Hrsg.) - Die Bedeutung des Vaters. Psychoanalytische Perspektiven. Frankfurt, Brandes und Apsel.

Metzger,H.-G.. (2013) – Fragmentierte Vaterschaften. Über die Liebe und die Aggression der Väter. Frankfurt, Brandes

Patsalides, B. (2006) – Kann ein Samen Vater sein? Künstliche Befruchtung als In-Frage-Stellung von Lacans Vatermetapher. arbeitshefte kinderpsychoanalyse, Band 37, 2/2006, 75-107

Reiche, R. (1997) – Gender ohne Sex. Geschichte, Funktion und Funktionswandel des Begriffs ‚Gender‘. Psyche – Z Psychoanal 1997, 926-957

Schmelcher,A. (2014) - http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/experten-warnen-vor-zu-frueher-aufklaerung-von-kindern-13203307.html

Sielert, H. (2001) – Gender Mainstreaming im Kontext einer Sexualpädagogik der Vielfalt. BZgA Forum 4-2001

Spiegel, H. im Gespräch mit Lewitscharoff, S. (2014) – Darf ich nicht sagen, was ich denke? FAZ. net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren

Tuider, E. et. al.(2012) – Sexualpädagogik der Vielfalt. Weinheim. Beltz, Juventa.

Über den Autor:

Hans-Geert Metzger, Dr. phil., Dipl. Psych., Psychoanalytiker (DPV) in eigener Praxis in Frankfurt am Main.
Leiter des AK Psychoanalyse des Jungen und des Mannes der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung. In seinen Veröffentlichungen, Lehrveranstaltungen und Seminaren beschäftigt er sich mit der Bedeutung des Vaters und den Konfliktbereichen der männlichen Identität. Letzte Veröffentlichung: Fragmentierte Vaterschaften – Über die Liebe und die Aggression der Väter (2013). Frankfurt a.M., Brandes & Apsel.

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